Samstag, 21. Juni 2014

Fazit

Nach fast drei Wochen Schottland, 6.200 KM mehr auf dem Tacho, unzähligen Stunden im Autosattel und einem zu kurz geratenen Besuch in Edinburgh, kommen wir zu folgenden Endschluss:

SCHOTTLAND WIR KOMMEN WIEDER!!!!

Dann an einem anderen Ort, höher rauf in den Norden..... Richtung Ullapool oder Thurso .... wir werden sehen. Das Land ist einfach zu schön, um es nur flüchtig zu durchstreifen.... 

In diesem Sinne schließe ich heute diesen Blog und freue mich auf nächstes Jahr und vielleicht auch wieder auf eure Unterstützung und eure Kommentare, sei es hier oder auf FB. 


Samstag, 14. Juni 2014

Das Essen

Eigentlich will ich mich nicht über das Essen beklagen, denn entgegen meiner Angst, kommt man hier doch ganz gut über die Runden. Es gibt zwar auch einiges, nennen wir es mal, "Gewöhnungsbedürftiges", aber das meiste der Speisekarte ist verständlich und manchmal auch bildlich beschrieben. 

Gestern hatte ich zum Beispiel "Nessies Hot Pot Pie". Hört sich abenteuerlich an, war aber im Endeffekt keine klein gehackte Nessie, sondern ein schmackhaftes, leicht scharfes Gulasch vom Rind... 



Auch zu empfehlen ist das Gericht, das unserer Currywurst am ähnlichsten ist.... jedenfalls von der Häufigkeit der Verkaufsbuden her. Fish and Chips. Jeder noch so kleine Ort hat mindestens zwei Take away Shops. Und bisher, toi toi toi.... ohne Gräten. 



Erbsen sind hier auch so ein Thema... ich hatte kein Essen, wo es diese kleinen, runden, grünen Dinger nicht dazu gab. Erbsen, Erbsen... überall packen die Erbsen dazu... Selbst Cheese Macaroni werden hier mit Erbsen und Chips (Pommes) serviert... in meinen Augen eine seltsame Zusammenstellung.

An das berühmt, berüchtigte Haggis haben wir uns im wahrstem Sinne des Wortes nicht heran getraut.... Diese Bilder zu beschauen, reichte uns völlig aus.... 



Fazit: Wer Fisch, Geflügel oder Rind mag, kommt klar... wer Schwein auf der Speisekarte sucht... möge suchen, ich hab es hier nicht gefunden... *grins* 

Freitag, 13. Juni 2014

Fort George

Irgendwie ist es seltsam, aber diese Festung hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Immerhin habe ich mich mehrere Jahre mit der Geschichte Schottlands auseinander gesetzt, viel gelesen und mir einige Reiseberichte angesehen, aber das es hier noch ein erhaltenes Fort gibt... hat mich völlig unvorbereitet erwischt... 

Dazu kommt das dieses Bollwerk nicht nur eine der größten Festungsanlagen der Engländer auf schottischem Boden war, sondern es auch noch ist.  Sprich Fort George ist noch immer im aktiven Einsatz der Royal Army. 



In der Nähe von Inverness, an einer ruhigen Bucht, nicht weit von einem kleinen Flughafen entfernt und mit weitem Blick über das Land, liegt Fort George. Auf seinen hohen, meterdicken dicken Festungsmauern kann man die ganze Umgebung überblicken. Kein Feind – egal ob er sich über das Wasser oder über das Land nähert – bleibt unentdeckt.

Erbaut wurde die riesige Verteidungsanlage, um das schottische Hochland vor dem Jakobineraufstand (1745/1746) zu schützen und Revolten zukünftig im Keim zu ersticken. Doch das war gar nicht mehr nötig, hatte man den Jakobinern derartig zugesetzt, dass es zu keinem weiteren Aufstand mehr kam. Übrig blieb aber die Festung. 





Wo heute grüner Rasen sprießt, haben früher riesige Wassergräben das Fort umschlossen. Noch immer stehen Kanonen bereit, es ist als wenn man einen Schritt in die Vergangenheit macht. 




Leider durfte man im inneren der Festung keine Fotos mehr machen..... 






Mittwoch, 11. Juni 2014

Fort William

Shopping......

.... in Fort Williams, der größten Stadt in den westlichen Highlands (so steht es jedenfalls geschrieben ;-) ) Mit einer richtigen Fußgängerzone... nicht groß oder lang und die Geschäfte bestehen zum größtem Teil aus Crafts und Gifts Läden, also Andenken und Kunsthandwerk aber trotzdem ganz schnuckelig zum ansehen. 



 Hier eine kleine Auswahl meiner Errungenschaften......





Ich konnte einfach nicht widerstehen. *lach*
Ein Schal in "Fraser Rot".....  




Ich liebe Kreuze und eins aus Schottland hat mir einfach noch gefehlt................
   










Und noch ein paar Bilder von St. Andrews.... mit altem Friedhof... hier findet man 200 Jahre alte Grabstätten... 









Dienstag, 10. Juni 2014

Das Schlachtfeld von Culloden

Auf zur letzten Schlacht der Jakobiten......


Hier standen im Jahre 1746, 5.400 Schotten rund 9.000 Engländern gegenüber. Den Ausgang kann man sich vorstellen .... die Engländer haben gewonnen.... 

Wenn man den Überlieferungen glauben schenken kann, dann wurde die Schlacht innerhalb Minuten entschieden und 2.500 Schotten blieben tot oder verletzt zurück. (Link zu Wikipedia)

Uns empfing das Schlachtfeld bei bestem gute Laune-Wetter... Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad.... Herz was willst du mehr....




Dieser Clan-Gedenkstein war der einzige mit aufgelegten Steinen.... 

Das mit den Steinen kenne ich nur vom jüdischem Glauben, da ist es Sitte beim Grabbesuch einen Stein aufzulegen, als Zeichen das der oder die Verstorbene/-en nicht vergessen sind.

Ich finde das sagt alles.....









Sonntag, 8. Juni 2014

Glencoe

Glencoe ist in meinen Augen das schönste Tal, das wir bisher hier in Schottland durchquert haben. Der Ort selber ist nur ein kleines Dorf am Rande des Loch Leven, kaum der Rede wert. Doch das Tal das anschließend seine Pforten für uns öffnet, ist atemraubend schön. Schroffe Berge, wilde Täler, ein wahres Wanderer Paradies. 

Aber bei all der Schönheit, stellt sich uns doch die Frage.... Wer hat uns eigentlich mal erzählt in den Highlands wäre am alleine????? Hier ist erst einmal von Ruhe nichts zu spüren. Jede Parkbucht ist voller Autos. Busse, Biker, Wanderer soweit das Auge blickt. Leider auch viel totfahrendes Wild am Straßenrand. Aber wenn man sich etwas von der Schnellstraße abwendet, dann empfängt einen das Tal wie vor hundert Jahren, mal abgesehen von der einen oder anderen Stromleitung...  *grins* 

Ich habe mich schon vor Jahren, aufgrund eines Romans, in dieses Tal verliebt.....

Die Geschichte dahinter habe ich weitgehend recherchiert und bis auf ein paar Personen und Begebenheiten, die ich hier einmal als künstlerische Freiheit abtun möchte, geht es bei dem tragischen Ereignissen im Jahre 1692 um den Clan Campbell of Glenlyon, der den Clan der MacDonald of Glencoe verriet. Bei dem anschließenden Massaker fanden insgesamt 80 Männer, Frauen und Kinder den Tod. Was die Schotten bis heute an dieser Tat schockiert, ist der Vertrauensbruch und der Missbrauch des Gastrechts, das in Schottland bis heute als heilig gilt. Das Gastrecht ist ein grundlegender Bestandteil der Clan-Kultur und wird auch dem ärgsten Feind gewährt. Kein Wunder also, dass in dem kleinen Hotel an der Straße nach Glencoe noch heute ein Schild steht: „No Lawyers. No Campbells.“ (keine Hausierer und keine Campbells)

Wer mehr über das Ereignis nachlesen möchte, wird mal wieder bei Wikipedia fündig unter das "Massaker_von_Glencoe" oder er besorgt sich einfach den Roman....  *lach*

Diesmal fiel mir die Auswahl der Bilder besonders schwer, weil es hier so viel schönes zu zeigen gibt.... 









Samstag, 7. Juni 2014

Der Steinkreis - Balnuaran of Clava

Wir haben ihn gesucht..... und wir haben ihn gefunden.... nach einiger Sucherei, das muss ich zugeben.... denn aus unserer Richtung war die Gedenkstätte nicht ausgeschildert. 





Jeder der schon einmal die Highland Saga von Diana Gabaldon gelesen hat, kennt die Bewandtnis mit dem gebrochenen Steins...... *grins*

Und auch ich konnte einfach nicht widerstehen.... und musste ihn anfassen.... natürlich ist nichts geschehen, aber ein seltsames Gefühl war es schon...  ;-)


Ach ja, ich war übrigens nicht die einzige die ihre Finger nicht von dem Stein lassen konnte..... die Schlange "bekloppter" Frauen war lang...  *lach*

Isle of Skye



Skye, hießt auf Gälisch “An t-Eilean Sgitheanach” (spricht man in etwa: “en t-ehlan skianäch” aus). Was der Name genau bedeutet, ist nicht überliefert, es könnte aber auf die schwingenartige Struktur des Eilands hindeuten. 

Die Insel hat auch einen Spitznamen: Eilean a’ Cheò (spricht man in etwa: “ehlän e choo”) – die Insel des Nebels. Kein Wunder, hängen an den hohen Bergen oft Wolken und verschleiern so das Antlitz von Skye. 
Gott sei dank haben wir die Insel bei schönstem Wetter erkunden können, von Nebel keine Spur. Dafür empfingen uns sanfte Hügel, bizarre Gebirgsketten, Buchten, Strände, Lochs, rasante Wasserfälle, ein historisches Dorf und die Überreste einst stolzer Burgen. 





Das Grabmal von Flora MacDonald

lag mir sehr am Herzen. Zum einem wegen dem oft beschriebenen, fantastischen Blick auf das Meer und zum anderen, weil mich die Geschichte rund um die Frau und Bonnie Prince Charlie schon von jeher beeindruckt hat. 

Ich meine das was sie getan hat zollt unseren Respekt.... doch was den Prinzen angeht????? Welcher Kerl flüchtet schon in Frauenkleidern????
Wer mag kann dies hier nachlesen. Link zu Wikipedia






Duntulm Castle

aus dem 14. Jahrhundert. Leider sind nur noch wenige Reste vorhanden. Seine bewegende Geschichte kann man hier nachlesen...  (Auszug aus Wikipedia)