Sonntag, 8. Juni 2014

Glencoe

Glencoe ist in meinen Augen das schönste Tal, das wir bisher hier in Schottland durchquert haben. Der Ort selber ist nur ein kleines Dorf am Rande des Loch Leven, kaum der Rede wert. Doch das Tal das anschließend seine Pforten für uns öffnet, ist atemraubend schön. Schroffe Berge, wilde Täler, ein wahres Wanderer Paradies. 

Aber bei all der Schönheit, stellt sich uns doch die Frage.... Wer hat uns eigentlich mal erzählt in den Highlands wäre am alleine????? Hier ist erst einmal von Ruhe nichts zu spüren. Jede Parkbucht ist voller Autos. Busse, Biker, Wanderer soweit das Auge blickt. Leider auch viel totfahrendes Wild am Straßenrand. Aber wenn man sich etwas von der Schnellstraße abwendet, dann empfängt einen das Tal wie vor hundert Jahren, mal abgesehen von der einen oder anderen Stromleitung...  *grins* 

Ich habe mich schon vor Jahren, aufgrund eines Romans, in dieses Tal verliebt.....

Die Geschichte dahinter habe ich weitgehend recherchiert und bis auf ein paar Personen und Begebenheiten, die ich hier einmal als künstlerische Freiheit abtun möchte, geht es bei dem tragischen Ereignissen im Jahre 1692 um den Clan Campbell of Glenlyon, der den Clan der MacDonald of Glencoe verriet. Bei dem anschließenden Massaker fanden insgesamt 80 Männer, Frauen und Kinder den Tod. Was die Schotten bis heute an dieser Tat schockiert, ist der Vertrauensbruch und der Missbrauch des Gastrechts, das in Schottland bis heute als heilig gilt. Das Gastrecht ist ein grundlegender Bestandteil der Clan-Kultur und wird auch dem ärgsten Feind gewährt. Kein Wunder also, dass in dem kleinen Hotel an der Straße nach Glencoe noch heute ein Schild steht: „No Lawyers. No Campbells.“ (keine Hausierer und keine Campbells)

Wer mehr über das Ereignis nachlesen möchte, wird mal wieder bei Wikipedia fündig unter das "Massaker_von_Glencoe" oder er besorgt sich einfach den Roman....  *lach*

Diesmal fiel mir die Auswahl der Bilder besonders schwer, weil es hier so viel schönes zu zeigen gibt.... 









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